Übersicht
Vorwort
Wir fahren nach Süd-Schweden in der Hauptsaison. Jeder Reiseführer und die Internetrecherche führt immer wieder zu den gleichen Sehenswürdigkeiten und angeblichen geheimen Reisetipps, welche sich dann in Wirklichkeit zu Massentourismus und Preisfallen entpuppen. Hier findet sich sicher kein einsamer Platz und Ruhe. So fahren wir in unseren Ferien genau nicht zu diesen Orten. Erfahrt hier wirkliche Reisetipps, unter anderem wo die Schweden selber Urlaub machen in ihrem Land.
Anreise Travemünde
Wir beginnen mit der Fahrt durch Deutschland. Im Internet erkundigen wir uns nach der günstigsten Tankstelle auf der Route und so tanken wir für 30 Cent weniger als in der Schweiz. Diese Tankstelle ist in Heidelberg und so kaufen wir gleich noch eine Gasfüllung im Hornbach neben an. Denn wir mussten bei der Verschiffung von Indien nach Deutschland die Gasflasche leeren. Gleich in der Nähe bei der Tankstelle übernachten wir bei einem Parkplatz und fahren dann bis nach Hamburg, wo gerade die Fussball EM läuft. Auf der Strecke kaufen wir noch Lebensmittel für 3 Tage ein. So sehen wir um 18.00 Uhr im Puplic Viewing auf dem Platz in Hamburg den Fussballmatch Schweiz-England bis zum Elfmeter, wo wir verlieren. Am Abend fahren wir nach Travemünde um mit der Fähre nach Trelleborg überzusetzen.


In Travemünde füllen wir für 1 Euro unseren Wassertank und leeren noch gratis den Abwassertank auf dem Stellplatz nahe dem Hafen. So sind wir bereit für Schweden und müssen uns bei der Ankunft in Schweden nicht um Wasser/Entsorgung kümmern.
Für die Fähre gilt Self-Checking. Vorher haben wir im Internet eingecheckt und einen QR-Code erhalten. Dieser kann man ganz einfach beim Eingang hinhalten und die Barriere geht auf. Also auf keinen Fall davor stehen bleiben! Wer nicht bereits eingecheckt hat, kann das auch vor Ort an einem Schalter machen.
Mit der Nachtfähre mit einer Kabine für uns geht es nach Schweden.

Trelleborg
Pünktlich erreichen wir mit der Fähre Trelleborg und wir steuern gleich den Stellplatz an, welcher wir uns vorher ausgesucht haben. So starten wir ganz entspannt in die Ferien. Der erste Stellplatz ist bei einem Bauernhof.
Bauerhofcamping in Schweden
So kommt man schnell in Kontakt mit den Einheimischen und kann diese auch gleich ausfragen für Aktivitäten oder Besonderes in der Nähe falls nötig. Wir fahren mit den Fahrrädern zum Viking Museum und zurück. Das Museum ist sehr interessant, vor allem für Kinder. Mit dem Fahrrad kommen wir am Dorf ……. Vorbei und schlendern durch die schwedischen Läden.







Am nächsten Morgen geht es weiter zu einem typischen Touristenziel, welches wir eigentlich vermeiden wollten, die rosa Klippen. Bereits der grosse Parkplatz mit unzähligen Elektroladestation weist auf einen grossen touristischen Andrang her. Das können wir nicht empfehlen. Die Ruhe finden wir wieder bei einem Stellplatz bei einer Privatperson auf dem Grundstück. Hier gibt es sogar Ver- und Entsorgung und ein Ausblick auf das Meer gratis dazu.

Jedoch gibt es auch Sehenswürdigkeiten die sehr touristisch sind, aber die sich lohnen.
Schloss Tjolöholm
Das Schloss Tjolöholm. Das einzige im britischen Stil erbaute Schloss in Schweden. Von der Familie Dickson aus Göteburg, ehemalige Schotten.
Hier machen wir um 14:30 Uhr eine Führung (1,5h) und erhalten spannende Infos auf Englisch. Obwohl das Schloss sehr touristisch ist, besichtigen die wenigsten Personen die Führung auf Englisch am Nachmittag. So hatte wir eine Privatführung. Denn der Eintritt in das Schloss kostet und die meisten Touristen sehen sich das Schloss nur von aussen an. Im Kaffeehaus neben dem Souvenirshop nehmen wir uns Zeit für eine Fika (Kaffee und Kuchen).




Göteborg Öckerö
Wir fahren weiter Richtung Göteborg überspringen diese Grosstadt absichtlich und steuern die Insel Öckerö an. Die Fähre zwischen den Inseln vor Göteborg sind gratis. Auf der Insel gibt es sehr viele Stellplätze und so treffen wir trotz Hochsaison den vordersten Platz frei an. Wir nehmen den Stellplatz mit den modernsten Sanitäreneinrichtungen. Diese sind nämlich inbegriffen und die Preise sind überall gleich. Entsorgung und Versorgung inklusive. Das Gebäude ist auch für Segler und so bekommen wir eine Servicekarte für den Eintritt in das saubere und moderne Gebäude.
Hier im Hafen ist immer etwas los. Die meisten Wohnmobile und Wohnwagen sind von Schweden. Diese machen nämlich hier Urlaub. Es windet ein wenig und so machen wir uns es im Wohnmobil bequem. Am Morgen regnet es dann. Trotzdem schwingen wir uns auf die Fahrräder und erkunden die Inseln Hörö, Höckerö mit dem Fahrrad. Bei Förö machen wir noch eine Wanderung auf den Felsen der Küste entlang und können viele Wildgänse beobachten. Eine Waffel mit Eis darf nicht fehlen zum erfolgreichen Ende der Tour.



Dalsland
Am nächsten Tag geht es mit der Fähre wieder zurück aufs Festland und fahren Richtung Karlstad. Im Dalsland gibt es eine bekannte Brücke, welche für Schiffe gebaut wurde. Diese steuern wir an und kommen gerade rechtzeitig. Denn das Kursschiff fährt gerade über die Brücke. Kaum vorbei beginnt der Regen. So schnell wie er kommt, ist er auch vorbei und wir machen uns auf die Suche nach dem Camping, welchen wir uns herausgesucht haben. Angekommen macht dieser einen schlechten Eindruck und wir fahren zurück zu einem Schild, wo wir einen anderen Campingplatz gesehen haben. Hier gefällt es uns gleich so gut, dass wir 4 Tage bleiben. Am zweiten Tag machen wir mit dem Kanu eine Tour zu Dals Langer, inklusive Schleuse. Denn hier im Dalsland ist das Kanufahren sehr beliebt. Am dritten Tag fahren wir mit den Rädern zu einer Kirche und wandern auf einem Teil des Pilgerweges von Dalsland bis zur Kirche zurück. Obwohl uns der Platz sehr gefallen hat, müssen wir wieder einkaufen und wollen weiter Richtung Stockholm.



In Rams kaufen wir im ICA Supermarket ein und fahren gleich auf den gratis Stellplatz am See mit Badeplatz. Nach einer ruhigen Nacht geht es weiter durch schwedische Wälder und enge Strassen zu einem verlassenen Skigebiet, wo wir bis nach oben fahren und eine wundervolle Aussicht haben. Wir braten Hot Dogs auf dem Feuer und geniessen die Abendstimmung. Dann fahren wir über Avesta nach Stockholm. In Avesta gibt es nämlich das grösste Holzpferd der Welt zu besichtigen und es hat auch noch diverse Outlet Kleiderläden nebenan. In Stockholm fahren wir zum Angby Camping. Von hier erreichen wir mit der Metro in 20min die Haltestelle T-Centrale, das Stadtzentrum.
Stockholm
Am ersten Tag in Stockholm besichtigen wir die Altstadt (Old Town), der engsten Gasse Stockholms. Überall sind kleine Souvenirshops und Restaurants. Zurück laufen wir durchs Norrmalm Quartier. Hier sind vorallem Touristenläden und bekannte Kleidergeschäfte. Am zweiten Tag stehen wir früh auf und sind pünktlich zur Öffnung des Vasa Museums da. Hier lohnt es sich am Morgen früh zu kommen. Bereits um 11:00 gibt es lange Wartezeiten für den Einlass und die Tickets. Anschliessend besuchen wir das Viking Museum und essen zu Mittag. Mit der Fähre fahren wir nach Old Town und laufen dann nach Södermalm wo es viele Geschäfte und Cafés gibt.






Wir wollen etwas südlich von Stockholm mit dem Kanu um die Schären fahren. Der ausgesuchte Campingplatz ist voll und auch der letzte Stellplatz ist ausgebucht. Mittlerweile ist es schon spät und so beschliessen wir zurückzufahren auf einen Parkplatz und dort zu übernachten. Auf dem Weg sehen wir viele Wildtiere und auch eine Elchkuh mit jungen Zwillingen. So fahren wir noch etwas in den Wald und lassen das Auto stehen und legen uns mit Feldstecher und Kamera auf die Lauer und sehen tatsächlich vor uns noch eine weitere Elchkuh. Beim Wenden fahren wir leider in den Strassengraben und das Wohnmobil wankt gefährlich. 3 Räder sind in der Luft und so nutzen auch alle Sperren nichts. Zum Glück treffen wir einen Jäger der uns herausziehen kann. Erleichtert gehen wir ins Bett. Wir übernachten gleich dort im Wald.


Vimmerby
Am Morgen früh fahren wir zum Pippi Langstrump Dorf. Der Eintritt ist sehr teuer aber es lohnt sich. Es finden die ganze Zeit Theateraufführungen statt zu verschiedenen Geschichten von Astrid Lindgren. Nicht nur für Kinder ein schöner Tag, wenn man sich für die Geschichten der Schriftstellerin interessiert. Anschliessend fahren wir zu einem See in der Nähe. Hier hat es bereits sehr viele Camper, weil dieser Platz veröffentlich wurde. In der Nähe finden wir noch ein Platz für uns, ganz ohne App.



Husqvarna
Zuerst besichtigen wir das Husqvarna Museum, welches sehr interessant ist. Nicht nur für den Mann. Gleich beim Parkplatz hat es viele schöne Grillplätze und so essen wir hier zu Mittag mit Enten zusammen am Wasser. Es geht weiter südlich. Wir wollen uns bei einem See abkühlen. Doch diese Badestelle ist bereits sehr besucht. Rückwärts herausgefahren suchen wir weiter am See entlang eine Stelle und finden bei einem Hügel einen Platz. Zwar nicht direkt beim Wasser, dafür mit Ausblick. In der Hängemattte geniessen wir die nach einer Abkühlung im See die Sonnenstrahlen.



Tolg
Die nächsten drei Nächte verbringen wir auf dem Naturcampingplatz in Tolg. Wir fahren mit dem Kanu und mit dem Fahrrad in der schönen Gegend herum. In der Nähe gibt es einen Aussichtsturm und das Gewässer ist bekannt für Kanureisen. Die Inseln werden von den Vögeln beherrscht. Das Restaurant gleich neben dem Landhandel, wo übrigens alles eingekauft werden kann, ist sehr zu empfehlen. Diese Gegend ist nicht so bekannt und deshalb machen auch Schweden hier Ferien.






Nun gibt es einen langen Fahrtag in den Süden, so dass wir die Fähre zurück nach Deutschland erwischen. Bei einem Zwischenhalt noch kurz Bangolf (Minigolf) gespielt. Um den nächsten Übernachtungsplatz zu finden brauchen wir keine App. Wir biegen in eine Strasse ein und parkieren am Ende dieser Sackgasse bei einem Shelter. Den Abend verbringen wir mit 3 Dänen am Feuer, welche hier im Shelter übernachten. Früh laufen wir noch die 3.5km durch den Sumpf. Ein Wanderweg, welcher durch das Naturschutzgebiet verläuft, wo die älteste versteinerte Blume der Welt und 80 Mio. alte Fossilienfunde gefunden wurden. Dann noch kurz bei der Lachsräucherei einkaufen, obwohl wir vor den Öffnungszeiten erscheinen, dürfen wir Lachs mitnehmen. Unterwegs folgen wir einem Hinweisschild für die Mittagspause und gelangen unbewusst in einen sehr touristischen Nationalpark. Wir begutachten die alte Mühle mit dem Wasserfall und laufen eine Runde bevor es weiter in den Süden geht. Unterwegs noch kurzer Zwischenstopp bei einer alten Windmühle. Der Eintrittspreis ist teuer und so ist uns der Besuch nicht wert. Wir fahren zum Stein-Denkmal Ales Stenar. Bereits beim Abbiegen werden wir schon von Einweisern auf einen riesigen überfüllten kostenpflichtigen Parkplatz gedrängt. Was für eine Menschenmasse! Alles nur wegen ein paar Steinen auf einem Feld. Wir machen uns selber ein Bild von diesen Steinen und dem Menschenauflauf.


Ystad
Doch schnell verschwinden wir wieder von diesem überfüllten Platz. Auch der anliegende Stellplatz ist überfüllt. Wir fahren nach Ystad wo wir im Hafen auf einem Parkplatz übernachten. So richten wir uns ein und laufen durch die Stadt von Wallander. Wir essen bei einer Fastfoodbude und kaufen noch in einem Secondhandshop eine Bluse und eine Tasse. Die Stadt ist sehr schön, übersichtlich und sauber. Am Hafen ist es sehr ruhig, obwohl die Fähren hier stündlich an und ablegen. Es ist unsere letzte Nacht in Schweden. Am Morgen geht es nochmals in das Zentrum für eine Fika und dann die letzte Fahrt zum Hafen in Trelleborg. Nach dem Self-Checking können wir direkt auf die Fähre fahren. Diesmal haben wir eine Tagesüberfahrt und verbringen die Stunden auf der Couch mit Spielen und gratis Internet. Die Olympia-Eröffnungsfeier in Paris startet und so verfolgen wir die Zeremonie im Fernseher. Pünktlich legt die Fähre in Travemünde an und wir fahren auf der Autobahn an Hamburg vorbei Richtung Schweiz. Um Mitternacht fahren wir ab der Autobahn. Beim ersten Waldparkplatz steht ein Wohnwagen mit rotem Licht, so fahren wir weiter und nehmen eine andere schmale Waldstrasse, die zu einem Jägersitz führt. Dort verbingen wir die Nacht. Am Morgen geht es dann rasch zurück in die Schweiz. Schön wars!
